Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gelenke.
Man geht davon aus, dass etwa 800.000 Menschen in Deutschland an rheumatoider Arthritis leiden. Die meisten Patienten erkranken zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr.
Bei vielen Patienten beginnt die rheumatoide Arthritis an den Gelenken der Finger, häufig auch an den Zehen. Die Gelenkentzündungen können von anhaltenden Schmerzen begleitet sein. Die Gelenke sind geschwollen, druckempfindlich und warm. Häufig lassen sie sich eine Stunde oder länger nach dem Aufstehen kaum bewegen - im Laufe des Tages bessert sich die Beweglichkeit.
Sind die Gelenkstrukturen bereits angegriffen oder zum Teil zerstört, können Schmerzen bei Bewegung hinzukommen.
Im Allgemeinen verläuft die Erkrankung fortschreitend und schubweise. Phasen mit starken Beschwerden können sich mit verminderter Krankheitsaktivität oder gar Beschwerdefreiheit abwechseln. In 10-20% der Fälle ist mit einem eher milden Verlauf zu rechnen. Bei der Mehrzahl schreitet die rheumatoide Arthritis aber mehr oder weniger kontinuierlich fort. Der Krankheitsverlauf kann durch eine zunehmende Zerstörung des Knorpels und Knochens charakterisiert sein, was zu Einbußen bei der Beweglichkeit der Gelenke führt.
Rheumatoide Arthritis ist bis heute leider nicht heilbar, lässt sich aber im Verlauf entscheidend beeinflussen: Wird die chronisch-entzündliche Erkrankung rechtzeitig diagnostiziert und von Anfang an konsequent behandelt, so lassen sich Spätschäden an den Gelenken verzögern oder sogar verhindern. Stand bis vor wenigen Jahren die alleinige Behandlung der Symptome im Vordergrund, so werden heute möglichst frühzeitig Medikamente eingesetzt, die die fortschreitende Gelenkzerstörung aufhalten bzw. bremsen sollen.
In den letzten beiden Jahrzehnten wurden neue Therapieformen entwickelt, die ganz gezielt in den der Erkrankung zugrunde liegenden Entzündungsprozess eingreifen können. Diese Medikamente, so genannte Biologics, stellen eine innovative Option zur Behandlung der
rheumatoiden Arthritis dar und ergänzen die therapeutischen Möglichkeiten.
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